|
Mit größter Sorge sieht der Bundesverband der Ärztegenossenschaften selbstzerstörerisches Handeln der Kassenärztlichen Vereinigungen.
Der Umbruch im Gesundheitswesen durch GKV/WSG scheint bei einigen KV-Vorständen nicht angekommen zu sein. Die Politik hat im Sozialgesetz Ziele und Absichten festgelegt, die Kassen haben ihren Spitzenverband Bund und ihre Vertragsstrategie vorbereitet.
Die KVen kämpfen um ihre Monopolstellung, lehnen Direkt- und Selektivverträge ab verständlich, aber rückwärtsgewandt und zerstörerisch! Der Umgang mit den hausarztzentrierten Versorgungskonzepten fördert die innerärztliche Spaltung, Alleinvertretungsanspruch ist kein Zeichen von professioneller Führungsstärke!
Gleichzeitig tragen die KVen in der Öffentlichkeit ihre Konflikte mit der KBV-Spitze aus, ausgerechnet in der höchst kritischen Phase der gesetzlich und terminlich vorgegebenen Honorarreform. Selbstverwaltung ist kein Selbstzweck, Selbstverwaltung ist dabei, weiterhin Vertrauen und Chancen zu verspielen!
Freie Verbände und Parallelorganisationen schließen sich überall in den Ländern und auch auf Bundesebene eng zusammen, um die Interessensvertretung der Ärzteschaft zu übernehmen, die wünschenswerte Kooperation mit den Kassenärztlichen Vereinigungen im Sinne einer ärztlichen Geschlossenheit kann sich sehr schnell erübrigen, wenn die KVen die Zeichen der Zeit nicht erkennen wollen!
Dr. med. Klaus Bittmann, Vorsitzender des BVÄG:
„Ich sage dies in ungewohnt undiplomatischer Offenheit, weil ich kein Verständnis für Machtspielchen einiger KV-Vorstände habe, die der niedergelassenen Ärzteschaft und dem Versorgungsauftrag schaden werden.“
Bad Segeberg/Berlin, den 03. Juli 2007
Bundesverband der Ärztegenossenschaften
|