Gemeinsame Pressemitteilung

Offener Brief an die Vorstände der KBV und BÄK:
Legen Sie die Arbeit in der gematik nieder!

Presseerklärung

Leverkusen 16.08.07

Gesundheitsverbund West als neue Ärztegenossenschaft gegründet

Am 15.08.07 gründeten die Ärztegenossenschaft Westfalen-Lippe eG, der Gesundheitsverbund Jülicher Land eG und das Gesundheitsnetz Leverkusen eG den Gesundheitsverbund West (GV-West eG i.G.). Sie trafen sich in Jülich, um diese überregionale Genossenschaft zu bilden.

Sitz der neuen Ärztegenossenschaft wird Leverkusen sein. Als Aufsichtsratsvorsitzender wurde Dr. med. Bodo Denhoven aus Leverkusen gewählt. Dr. rer. nat. Manfred Klemm aus Leverkusen, Dr. med. Hubertus Koenen aus Jülich und Dr. med. Hans-Heiner Decker aus Arnsberg in Westfalen bilden gemeinsam den Vorstand des ärztlichen Unternehmens.

„Ziel des neuen Verbundes ist die Zusammenführung der ständig wachsenden Zahl kleinerer und größerer Ärztegenossenschaften in Nordrhein-Westfalen. Mit GV-West eG als Meta-Ebene wird beabsichtigt, das Vertragsgeschäft mit Krankenkassen, weiteren Kostenträgern und anderen Partnern im Gesundheitswesen voranzutreiben und zu straffen, “ erklärt der designierte Vorstandsvorsitzende Dr. Klemm.

Die operative Ebene verbleibt im Wesentlichen jedoch bei den einzelnen Mitgliedsgenossenschaften. „Auch Praxisnetze und Berufsverbände der Ärzte können so die Mitgliedschaft beantragen und auf diesem Weg vom zunehmenden Vertragsgeschäft außerhalb kollektiver Verträge zwischen Krankenkassen und den KVen des Landes profitieren“ betonte Dr. Koenen in der ersten Presseerklärung des neugewählten Vorstandes.

„Viele Ärztenetze haben längst erkannt, dass in der Rechtsform als eingetragene Genossenschaft den Ärzten sowohl wirtschaftliche Vorteile als auch berufspolitische Interessenvertretung ermöglicht werden. In diesem Sinn werden wir dort agieren, wo andere schon längst von der Politik an einer wirksamen Vertretung von Interessen der Ärzte gehindert wurden“ ergänzte Dr. Decker die Stellungnahmen seiner Vorstandskollegen und forderte gleichzeitig die Ärzteschaft in Nordrhein Westfalen auf, die Angebote der Ärztegenossenschaften offensiv zu nutzen und jetzt die Mitgliedschaft zu erwerben. So haben sich schon am Gründungstag weitere Ärztegenossenschaften gemeldet, die möglichst bald dem GV-West eG beitreten wollen.

Für den Vorstand des GV-West eG :

Dr. rer. nat. Manfred Klemm

Dr. med Hubertus Koenen

Dr. med. Hans-Heiner Decker

Ärztegenossenschaft Westfalen-Lippe eG (ÄGWL)  kooperiert mit Q-Pharm.

Pressemitteilung

Arnsberg und Bad Segeberg .
Mit sofortiger Wirkung kooperiert die ÄGWL mit der Q-Pharm, einem Unternehmen der Ärztegenossenschaften Deutschlands.

„Mit dieser Kooperation empfehlen wir allen westfälisch-lippischen Vertragsärzten die Möglichkeit, das komplette und breit angelegte Medikamenten-Portfolio der Q-Pharm in Westfalen-Lippe zu verordnen. Hiermit reagiert auch die ÄGWL auf die sich rasant ändernde Pharmapolitik des Gesetzgebers und der Krankenkassen. Wer als Vertragsarzt das komplette Sortiment der Medikamente der QPharm verordnet, handelt wirtschaftlich und budgetschonend. Gleichzeitig unterstützt der Verordner den Kurs der Ärztegenossenschaften in Deutschland. Dieser richtet sich aus auf eine qualitätsorientierte Versorgung der Patienten unter Achtung von Würde und Freiheit der ärztlichen Berufsausübung“, so Dr. med. Hans-Heiner Decker , Vorstand der ÄGWL aus Arnsberg.

Mit der neuen Kooperation unterstützten somit flächendeckend alle großen Ärztegenossenschaften in Deutschland das ärztlich geleitete Pharmaunternehmen. „Diese strategische Zusammenarbeit aller Ärztegenossenschaften ist ein weiterer Meilenstein einer unverzichtbaren Kooperation und stärkt nachhaltig die freie ärztliche Interessenvertretung“, ergänzt Christoph Meyer, Vorstand der Ärztegenossenschaft Schleswig Holstein und Vorstand svorsitzender der Q-Pharm.

Die ÄGWL stellt neuartiges eigenes IGeL-Konzept LADR vor

exklusiv für Sie als Mitglied der Ärztegenossenschaft Westfalen-Lippe bieten wir in Kooperation mit dem Medizinischen Versorgungszentrum Dr. Kramer & Kollegen ein neues IGeL-Konzept an.

Wir möchten Ihnen die Abwicklung individueller Gesundheitsleistungen so einfach wie möglich machen - mit dem Formular Laborauftrag ÄGWL als Preisinformation und Einverständniserklärung für Ihre Patienten und als Labor- und Abrechnungsauftrag für Sie.

Durch die gemeinsame Abrechnung Ihrer selbst erbrachten Leistungen in der Praxis mit den Laborleistungen erhält Ihr Patient nur eine Gesamtrechnung von der PVS. Das erhöht die Transparenz und die Akzeptanz der IGeL-Angebote in Ihrer Praxis.

Sie erhalten wie gewohnt Ihren Befund vom Labor und bekommen automatisch den entsprechenden Rechnungsbetrag Ihrer eigenen ärztlichen Leistung von der PVS überwiesen.

Weitere Informationen und Kontaktadressen finden Sie hier

Pressemitteilung: KV-System in der Krise

Mit größter Sorge sieht der Bundesverband der Ärztegenossenschaften selbstzerstörerisches Handeln der Kassenärztlichen Vereinigungen.

Der Umbruch im Gesundheitswesen durch GKV/WSG scheint bei einigen KV-Vorständen nicht angekommen zu sein. Die Politik hat im Sozialgesetz Ziele und Absichten festgelegt, die Kassen haben ihren Spitzenverband Bund und ihre Vertragsstrategie vorbereitet.

Die KVen kämpfen um ihre Monopolstellung, lehnen Direkt- und Selektivverträge ab – verständlich, aber rückwärtsgewandt und zerstörerisch! Der Umgang mit den hausarztzentrierten Versorgungskonzepten fördert die innerärztliche Spaltung, Alleinvertretungsanspruch ist kein Zeichen von professioneller Führungsstärke!

Gleichzeitig tragen die KVen in der Öffentlichkeit ihre Konflikte mit der KBV-Spitze aus, ausgerechnet in der höchst kritischen Phase der gesetzlich und terminlich vorgegebenen Honorarreform. Selbstverwaltung ist kein Selbstzweck, Selbstverwaltung ist dabei, weiterhin Vertrauen und Chancen zu verspielen!

Freie Verbände und Parallelorganisationen schließen sich überall in den Ländern und auch auf Bundesebene eng zusammen, um die Interessensvertretung der Ärzteschaft zu übernehmen, die wünschenswerte Kooperation mit den Kassenärztlichen Vereinigungen im Sinne einer ärztlichen Geschlossenheit kann sich sehr schnell erübrigen, wenn die KVen die Zeichen der Zeit nicht erkennen wollen!

Dr. med. Klaus Bittmann, Vorsitzender des BVÄG:

„Ich sage dies in ungewohnt undiplomatischer Offenheit, weil ich kein Verständnis für Machtspielchen einiger KV-Vorstände habe, die der niedergelassenen Ärzteschaft und dem Versorgungsauftrag schaden werden.“

Bad Segeberg/Berlin, den 03. Juli 2007

Bundesverband der Ärztegenossenschaften